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25

Jan

2010

Blauer als der Himmel

By richy. Posted in Allgemein | 4 Comments »

Nicht wirklich. Die Blue Mountains sind eigentlich nicht blau. Der Name kommt vom Schimmer, der manchmal über den Bergen zu sehen ist. Er kommt vom Eukalyptusöl was von den entsprechenden Bäumen abgesondert wird.

Das alles wollten wir sehen, die Berge, den Schimmer und die „aufregende Schwebebahn“ die hoch oben über die Schluchten gondelt. Also haben wir unser Motorhome kurzerhand um 3 Tage verlängert, den Markus nach einer gepflegten Partynacht in der Sidebar zum Flughafen und uns selbst nach Glenbrook, dem Tor zu den Mountains gebracht.

Nach dem gewohnt ausgedehnten Frühstück in der Sonne mit Nutella, Honig, Käse und Kaffee ging es nach Katoomba, dem Ausgangspunkt um die Blue Mountains zu erkunden. Der Echo Point ist die Plattform, von der man die berühmten 3 Sisters sehen kann. Ehrlich gesagt war ich enttäuscht. Die 3 Sisters sind im Prinzip 3 Felsen die ein bisschen hervorstehen /herausragen. Im Elbsandsteingebirge kriegt man hundertmal beeindruckendere Felsformationen zu sehen. Egal. Wir haben uns auf den 3 Stunden Loop Walk geeinigt und sind die sausteile Treppe runter ins Tal und dort den Felsen entlang bis zur Talstation der Bergbahn gelaufen. Spätestens jetzt wussten wir wieder, dass wir nicht im Elbsandsteingebirge sind. Denn wir waren wieder mit tropischen Pflanzen und bunten Vögeln umgeben. Noch dazu hat man sich viel Mühe gegeben um am Wegesrand auf Schildern und in alten Höhlen über die Vergangenheit der Blue Mountains als Kohlebergwerkgebiet zu informieren.

Schließlich mussten wir die 5 Millionen Stufen die wir runter sind auch wieder hoch, nicht der gleiche Weg, dafür genauso steil. Oben angekommen habe ich mich entschieden mit der gläsernen Seilbahn die Schlucht zu überqueren. 10 Dollar, 2 Minuten. Es war schon schön, aber viel zu kurz. Diese Bahn darf man getrost als Gelddruckmaschine bezeichnen. Hannes und Christian sind gelaufen, wir haben uns dann auf dem Rückweg getroffen und sind zurück „nach Hause“ marschiert.

Am Abend haben wir wieder in Glenbrook Halt gemacht, dort auf den (ich LIEBE SIE) Barbeques Hamburger gebrutzelt und abends noch Filmchen geschaut.
Ein paar Bildchen, von den gar nicht so aufregenden Blue Mountains sind hier:

Donnerstag war es nun soweit. Unser Auto, was für 19 Tage unser Heim war, mussten wir abgeben. Wir haben uns natürlich mal wieder vom Feinsten verkalkuliert. Dieses Sydney und sein Verkehr ist die Hölle. Dazu mussten wir die blöde Karre auch noch waschen und sowohl Gas als auch Benzin auftanken. Schlussendlich haben wir`s noch pünktlich hingekriegt, sind in die Stadt um unser Hostel zu beziehen und uns für Hannes Abschiedsparty zu rüsten. Aus der ist leider nichts geworden. Ich bin, ich weiß immer noch nicht, was los ist, krank geworden.

Seit Hannes weg ist, verbring ich die letzten Tage damit im Bett zu liegen, Film zu schauen und…im Bett zu liegen. Heute geht’s besser, muss es auch, unser letzter Abend nähert sich unaufhaltsam.


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17

Jan

2010

Das Ende naht

By richy. Posted in Allgemein | 8 Comments »

Nicht nur das unseres Roadtrips, sondern auch das meines Aussie Jahres. Zum Glück haben wir kurz vor dem Finale noch einiges zu Gesicht bekommen.

Nachdem wir Adelaide verlassen haben, sind wir nach Portland gefahren um dort selber zu fliegen und dann die Great Ocean Road zu befahren. Von Warrnambool nach Geelong schlengelt sie sich am Meer entlang, vorbei an traumhaften Stränden, einer beeindruckenden Steilküste und kleinen Dörfern mit teuren Villen mit Blick auf den Ozean. Wahrscheinlich ist diese Straße nicht nur weltberühmt sondern auch die meistbefahrenste Straße die weder Free- noch Highway ist. Gleich zu Anfang gibt’s im Wasser stehende Riesenfelsen vor der von Strömungen und Wellen geformten Küste, später kommt das wohl widerlichste Massentouristenziel überhaupt, die 12 Apostel. Den Hype darum verstehe ich nicht im Mindesten. Im Vergleich zum bisher Gesehenen wirken sie langweilig. Direkt an der Road hat man ein hoch modernen Bau hingesetzt und einen breiten, geteerten Gehweg zum Aussichtspunkt hingepflastert.

Mit dazu gehört natürlich ein gigantischer Parkplatz, der eher an ein Einkaufszentrum statt die Natur erinnert.
Der breite Weg ist noch immer nicht breit genug für die vornehmlich japanischen und deutschen Rentnerreisegruppen die mit Großraumbussen angekarrt werden. Gefühlt sieht man mehr Menschen als Wasser im Ozean.

An dieser Stelle haben wir nur 10 Minuten verbracht um uns dann schnell ins Auto zu retten, welches uns von dieser „Attraktion“ entfernte.

Eine Nacht haben wir an der Great Ocean Road verbracht, diesmal nicht per Schwarzcampen, sondern ganz artig im Caravan Park. Campen ist streng verboten und hier wird, im Gegensatz zu den meisten anderen potentiellen Schwarzcampplätzen auch streng kontrolliert.

Der nächste Tag gehörte nochmal der Great Ocean Road. Im Eiskalten Wasser waren wir baden und haben deutlich gemerkt, dass auf der gegenüberliegenden Seite die Antarktis liegt. Schließlich sind wir nach ein paar Koala und Kochstopps in Geelong eingetroffen. Geelong ist die zweitgrößte Stadt im Bundesstaat Victoria und liegt 70 km vor Melbourne, was wir dann am nächsten Tag erreichten.
Diesmal hatten wir 4 Cams, die tollte von Markus plus 3 Handys, hier die Ergebnisse:

Melbourne hat genau das gehalten, was es versprach. Und das waren Wetterumschwünge, die Ihresgleichen suchen. Die erste Nacht in Melbouren hat das Thermometer 36 Grad gemessen, nachts um 3 Uhr! Das war die heisste Nacht in Melbourne seit 1902. Am nächsten Nachmittag waren es noch 18 Grad (vorhergehender Nachmittag: 44 Grad).

Ansonsten ist Melbourne halt eine Großstadt. Der berühmte Stadtteil St. Kilda, in dem wir übernachteten, war nett, dessen Strand eher mäßig. Unsere Weggehversuche schlugen fehl, irgendwie haben wir nichts Gutes gefunden. Der vorletzte Tag hat mir aber doch noch ein rettenden Blick auf Melbourne gewehrt. Ich spazierte mit dem Hänschen erst duch die botanischen Gärten und dann in die Stadt zum Federation Square an dem ich schon vor knapp nem Jahr mit Stefan und dem anderen Hannes ein Bierchen (oder waren es 3?!) getrunken habe. In Melbourne haben wir vergleichsweise wenige Bilder geschossen, aber einige sind es ja geworden:

Nun haben wir Melbourne verlassen und sind Richtung Sydney unterwegs. Im Moment nutzen wir das schrecklich langsame Maccas WiFi und ärgern uns über schlechtes Wetter.
Und das wird in den letzten Tagen hoffentlich besser.


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13

Jan

2010

Nur Fliegen ist schöner

By richy. Posted in Allgemein | 4 Comments »

Ein grandioses Silvester haben wir gefeiert, dann hieß es aber auch schon die wieder die glänzende Megapole Sydney zu verlassen, denn unser letzter Roadtrip sollte beginnen. Natürlich sind wir nicht, wie geplant nach Melbourne, sondern gleich schräg durchs Outback in die bekannteste Stadt des Südens „Adelaide“ gefahren. Schon nach 2 Tagen waren wir da, denn bekanntlicherweise ist im Outback nicht so viel zu sehen. Umso mehr in Adelaide.

Bevor wir in die Hauptstadt South Australias einfuhren, machten wir noch nen kleinen Abstecher nach Hahndorf. Das hört sich nicht nur deutsch an, sondern ist es auch. In der Theorie zumindest. 800 Deutsche Auswanderer haben sich im 19 Jh. diesen hübschen Flecken Erde ausgesucht um ihre Zelte aufzuschlagen. Aus diesen Zelten sind heute nicht etwa deutsch aussehende Gebäude, sondern vielmehr die gleichen langweiligen Aussie Hütten, wie überall anders auch, geworden. Alles steht auf Englisch an den Häusern und Schildern, nur ein paar deutsche Würste und Sauerkraut stehen auf den Speisekarten der Restaurants an prominenterer Stelle. Das war`s. Enttäuschend.

Diese Enttäuschung war der Grund dafür, dass wir uns schnell wieder in unser Motorhome geschwungen haben und weiter nach Adelaide, was gleich um die Ecke ist, gefahren sind.  Dort zu späterer Stunde angekommen, konnten wir zu meiner großen Überraschung und Freunde einen bombastischen Sonnenuntergang über dem Meer zuschauen und danach in unserer intergrierten Küche lecker Nudeln mit scharfer Salami, crushed tomatoes und Tomatenmark zubereiten.

Die nächsten 2 Tage haben wir mit ein wenig Sightseeing und rumlungern am Strand verbracht. Schon in Alice Springs hatte ich gelesen, dass man in Adelaide günstig Jetski fahren kann. Also hab ich angerufen und mir die größte Enttäuschung „abgeholt“ die ich bisher in Australien hatte. Ich sollte dazu sagen, dass ich seit Beginn meiner Reise Jetski fahren wollte. Und nun sagt mir der Typ an der anderen Seite der Leitung, dass seine im Verhältnis preisgünstigen Jetski Touren restlos bis nächste Woche ausgebucht seien. So lange konnten wir nicht warten, schließlich lag die Great Ocean Road, Melbourne und dann die Strecke nach Sydney noch vor uns.

Also habe ich das getan, was schon ein paar Mal geholfen hat: Ich habe angefangen den freundlichen Jetski Guide zu nerven. Nach 4 Telefonaten und viel Überredungskunst hat er uns noch am Freitag reingequetscht. Zwei mal 1,5 Stunden Jetski Tour, die dann alles gehalten hat, was sie versprach. Herrlich. Toll, großartig. Perfekt. Jetski  fahren ist für mich der tollste Wassersport (Ich kenne Kite Surfing ja noch nicht).

Noch am gleichen Tag sind wir stolze 570 km gefahren um zur Nähe der Great Ocean Road zu kommen, auf dass wir diese dann in Ruhe abfahren konnten. In Portland sind wir gelandet, Markus und ich dann auch wieder abgehoben. Instruction Flight hieß dass Wort, was uns Aufhören lassen hat. Sprich: Selber ein Flugzeug fliegen. Ein Zweisitzer Flugzeug war das Gerät von dem uns in der Luft das Steuer übergeben wurde. Ab und zu, wenn ich dem Piloten zu krasse Kurven oder zu steil berg auf berg ab geflogen bin, hat er das Ruder übernommen und ich konnte knipsen. Das Resultat davon, wie auch vom Jetski gibt’s jetzt:

Vor 2 Tagen sind wir in Melbourne angekommen und haben die wahrscheinlich schönste Straße der Welt hinter uns gelassen. Bilder und ein bischen Geschwatz von unserer Tour von Portland über die Great Ocean Road nach Melbourne gibt es in wenigen Tagen an dieser Stelle. Bis dahin genieß ich den Sommer, bei aktuell 39 Grad und meine liebsten Leser den Winter, bei wahrscheinlich – 39 Grad ;-) .


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5

Jan

2010

Aus der Wüste in die Tropen

By richy. Posted in Allgemein | 2 Comments »

Oder: Von Alice Springs nach Darwin. Das ich aus der Mitte Australiens nach ganz oben gefahren bin, hab ich schon erzählt, das Darwin ein nettes Städtchen, was zu teuer und zu gefährlich ist, auch.

Vom gefählichen Darwin bin ich, nachdem wir bereits auf dem Weg nach Darwin den Versuch unternommen hatten, nun endlich in den Lietchfield Nationalpark gefahren. Natürlich nicht allein, sondern mit netter Begleitung von Barbara, der Französin, Anna aus Holland und Michael, einem Ami aus Alaska, schon etwas älter.

Im Gegensatz zum erwähnten Versuch, konnten wir diesmal die Straßen im Nationalpark passieren. In der Regenzeit kommt es in den ropen nämlich dauernd vor, dass reißende Flüsse die Straßen queren. Ohne 4WD (Allrad Auto)hat man keine Chance.

Endlich im Lietchfield angekommen, konnten wir aber alles mit unserem Holden erkunden. Letztendlich ist Lietchfield Urwald. Dort gibt es riesige Wasserfälle und erfrischende Naturpools in den man Baden gehen kann. Vorsicht ist alerdings geboten, denn die Krokodile sind auch er zahlreich vertreten. Süßwasserkrokodile sind angeblich harmlos. Die Salties (Leistenkrokodile) nicht. Wenn der Regen so stark ist, dass er den ganzen Park flutet, können Salties auh in die eigentlich sicheren Pools eindringen. Wir sind trotzdem überall rein, denn Wanrschilder waren da nicht – also: No worries! Ein Highlight war für mich der Jumping Crocodile Cruise. Im Adelaide River tummeln sich die wesentlich größeren Salties rum. Genau dort schippert man dann mit einem flachen Kahn entlang und lockt die Viecher mit lecker Fleisch an. Dann kommen die bis zu 5 Meter langen Ungetüme an und schnappen zu. Nettes Gefühl, ca. 50 cm von einem solchen Tier entfernt zu sein. Aber es ist sicher.

In den viel bekannteren Kakadu Nationalpark konnten wir leider nicht, denn dort waren die Hauptsachen alle geschlossen, da geflutet. Sehr gern rede ich mir ein, dass der Kakadu nicht viel besser ist, nur viel größer. Das sagen zumindest viele Leute, denen ich zu gern glaube. Rausfinden kann ich es zumindest dieses Mal nicht mehr. Auch wenn das Wetter nicht ganz toll war, habe ich mein Handy gezückt:

Am 20.12. bin ich dann nach Sydney geflogen. Eine Nacht bei einem Freund, dann ging es nach Scone, wo ich bekanntlicherweise 5 Monate meiner Aussie Zeit verbracht habe. Markus aht mich begleitet, ich habe Freude und meine Gastfamilie wieder gesehen. Ich habs genossen. Und gelacht habe ich, über die Australier, die dermaßen kitschig ihr Häuser mit bunten Lichtern beschmücken, dass es einem hoch kommen kann.

Am Heiligen Abend war ich feiern. In dem Pub war eine Schlägerei, die zwar lustig war, aber meiner eh schon nicht vorhandenen Weihnachtsstimmung nicht gerade zuträglich war. Den ersten Weihnachtsfeiertag hab ich dann zum einen Teil im Zug nach Sydney, zum zweiten Teil im Regen wartend vor meines Couchsurfer Hosts Haus und zum dritten Teil mit Schauen eines schlechten, auch noch mit der Videocam aus dem Kino mitgeschnittenen Films verbracht.

Am sogenannten Boxing Day, dem zweiten Weihnachtsfeiertag, hab ich mit aller Macht versucht, mein verdientes geld schnell unter die geschäftstüchtige Verkäuferschicht zu bringen, hab mir Schuhe und nen hässlichen Gürtel gekauft.

Mit Stadtbummel, Feiern gehen mit Markus und weiteren Shopping Touren (u.a. in David Jones, für weiblichen Leser) habe ich mir die restliche Zeit vertrieben.

Mein liebster Bruder  ist am 29. Dez. eingetroffen und hat sich von “meinem” Sydney verzaubern lassen.Nun sind wir nach erfolgreichen Sylvester nun doch nicht nach Melbourne, sondern nach Adelaide gefahren, und machen jetzt unseren letzten großen Urlaub. Und nun haben wir, dank Markus, auch ne tolle Kamera dabei. Bald gibt es also endlich mal tolle Bilder ;-)


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2

Jan

2010

Happy New Year

By richy. Posted in Allgemein | No Comments »

Mittlerweile kann ich das allen Freunden und meiner Familie wünschen, egal wo auf der  großen Welt sie sich rumtreiben. Wir haben es ja nun alle geschafft, Silvester 2009/2010.

Allen meinen Freunden, meiner ganzen Familie und allen die mir wichtig sind, wünsche ich eingroßartiges, gesundes und erfolgreiches Jahr 2010.

Ich selber bin bestens rein gerutscht, so gut wie noch nie. Zu Silvester mit kurzer Hose am Wasser zu sitzen und einen solch majestätischen Ausblick zu haben, hat den Rutsch zu einem Vergnügen gemacht. Und sogar ein Teil meiner geliebtgen Familie war da – Hannes ist gesund und munter, dafür aber mit 2 Stunden Verspätung am 29. in Sydney angekommen.

Es gibt mal wieder viel zu erzählen und zu zeigen, da wäre meine Tour durch den Litchfield Nationalpark, die harsche Regenzeit in Darwin, die ich hautnah miterlebe konnte, mein Abstecher zu Weihnachten nach Scone und natürlich die aufregende Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr in der gerade jetzt so pulsierenden Weltmetropole Sydney.

Leider ist Zeit und Internetverfügbarkeit deprimierend begrenzt, deswegen muss ich einmal mehr vetrösten. Wir brechen gleich auf um unseren Van zu holen, mit dem wir dann gemütlich nach Melbourne gondeln werden. Alle Pix und meine Storys zu besagten Erlebnissen werde ich innerhalb der nächsten 3 Tage posten.

So long, catch ya later


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18

Dez

2009

Ab in den Sommer

By richy. Posted in Allgemein | 1 Comment »
Seit Anfang Dezember ist Sommer in Australien. Sommer bedeutet Regen – zumindest im Norden des Landes, der in den Tropen liegt. Trotz des nicht so freundlichen Monsunklimas wollte ich den Norden, sprich Darwin und umliegende Nationalparks sehen. Ich habe es nach Darwin geschafft, allerdings habe ich sowohl Auto als auch Christian zurück gelassen. Nach dem der Albtraum vom ständigen Anrufen in der Werkstatt, vom dauernden vertröstet werden von der Werkstatt und vom immer höher werden Reparaturpreis zu Ende schien, fing er eigentlich erst an:
„Nur der Computer im Auto muss noch zurückgesetzt werden, dann rollt er wieder“ waren die Worte, die mir der wortkarge Werkstattmeister entgegen brachte. 2 Tage nach diesem informativen Gespräch sollte das Auto zum Abholen bereit stehen – das tat es NATÜRLICH nicht. Ganz im Gegenteil. Auf die Nachfrage, wie lange es denn nun noch dauern würde und dem Hinweis, dass ich gern in 2 Tagen nach Drwin aufbrechen würde, vermittelte dieser immer unsympathischer werdende Typ, dass die „andere Werkstatt“ zur Zeit sehr beschäftigt ist und er nun warten müssen. „As soon as possible“ war die genauste Zeitangabe, die er machte. Völlig angesäuert ließ ich mir die Adresse und Nummer von „der anderen Werkstatt“ geben um dort selbst Druck zu machen. Dort angekommen meinte der alte Mann, der der Chef zu sein schien, dass er zu viel zu tun hätte und auch bald in den Weihnachtsurlaub geht. Möglicherweise könnte er das Auto nicht mehr in diesem Jahr (seine Miene meinte wahrscheinlich „nicht mehr in diesem Leben“) reparieren. Gegenüber wäre noch eine Werkstatt, die das auch machen könnte.
Kurzum: Ich habe diese andere Werkstatt an meine Ursprüngliche vermittelt, sodass das Auto letztlich in zwei weiteren Tagen „fertig“ gestellt wurde.
Gott sei Dank habe ich beim Abholen darauf bestanden, vorher eine Probefahrt zu machen. Nun erreichte der Albtrum seinen traurigen Höhenpunkt: Das Auto sah aus wie Sch****, es fuhr sich wie ein 2 PS Moped und war so laut wie ein 2000 PS Truck. Entrüstet brachten wir das verdreckte, nicht rund laufende Auto zu dem mittlerweile verhassten Werkstatt Typen zurück. Kurzzeitig überlegte ich das Auto einfach dort zu lassen, sprich die Reparatur, die immerhin stolze 1700 Dollar kostete, nicht bezahlen zu müssen und das Ganze als Kollateralschaden abzuhacken.
Nach 4 Stunden Rumgeschraube und dem Wechsel der Zündkerzen fuhr sich unser Schlitten aber wieder fabelhaft und wir zahlten.
Meine Mitfahrer waren mittlerweile abgesprungen und ich hatte ein Angebot von zwei Mädels mit ihnen nach Darwin zu fahren. Also habe ich am nächsten Morgen meine Tasche gepackt und bin zum „Top End“ aufgebrochen:
Bild
4 Leute waren wir in dem alten hässlichen Holden, was in Australien das Pendant zu Opel ist. „Chef“ der Reise war Anna, eine fließend englisch sprechende Holländerin. Dabei war dazu die Barbara, eine Französin mit alternativer bis lottrich-riechender Kleidung und einem nicht existenten englischen Wortschatz und zu guter Letzt der Horace, ein Taiwanese der wahrscheinlich auf Grund seiner fehlenden Lust zu sprechen auch nach knapp 2 Jahren Australien einen derart fiesen Akzent hat, dass man tausend mal nachfragen muss um ihn zu verstehen.
Auf Grund dieser Umstände waren die Unterhaltungen im Auto rar, wurden aber besser als ich mit mit Anna warm wurde.
Die 1500 km lange Fahrt war trotzdem spannend. Es ist faszinierend zu beobachten, wie sich die Vegetation ändert. Raus aus der ewig trockenen heißen Wüste werden die Gräser und Bäumer höher und immer grüner. Erst sieht man kleine Bäche, dann werden es reißende Flüsse bis hin zu überschwemmten Feldern und so viel Wasser wie das Auge reicht. Die erste als solche zu bezeichnende Stadt erreicht man nach rund 1000 km, nach dem man die Devils Marbles (faszinierend geformte Felsbrocken aus Granit) und das weltberühmte Daly Waters (hier hat Stuart bei seiner Durchquerung Australines Wasser gefunden) passiert hat. Die Stadt heisst Katherine, ist voller Ureinwohner und hat nicht viel zu bieten, außer ein Woolworths um die Lebensmitel wieder aufzufüllen.
Die Katherine Gorge, eine Wasserfelsschlucht nahe der Stadt ist allerdings ein Hingucker. Dort haben wir eine Kanutour gemacht.
Am nächsten Tag haben wir endlich Darwin erreicht, nachdem wir vergebens versucht haben in den Litchfield Nationalpark zu fahren. Nicht nur wir, sondern auch die Regenzeit ist in Darwin angekommen. Zwei Tage vor unserer Ankunft hat hier ein übler Sturm gewütet und ordentliche Andenken hinterlassen.
Darwin ist ein nettes Städtchen, hat einen großen Hafen, und viele deprimierende Strände, die jedoch wunderschön aussehen. Deprimierend sind sie deswegen, weil man nicht schwimmen gehen kann. Wenn man nach einer gefährlichen Stadt in diesem gefährlichen Land sucht, dann ist Darwin die richtige Adresse. Ins Meer kann man vor allem in der Regenzeit nicht gehen, da dort die Box Jellyfish warten. Die als Würfelquallen bekannten Tiere sollen die giftigsten Tiere der Welt sein. Das Gift, was von den Tentakeln abgesondert wird kann einen Menschen innerhalb weniger Minuten töten. Der Schmerz bei Berührung der Qualle wird als unbeschreiblich grauenhaft beschrieben. Nun könnte man denken, dass man wenn schon nicht ins Meer, dann wenigstens in einen See und Fluss springen kann. Nichts da: Dort warten wenn man Glück hat Süßwasserkrokodile, die wohl harmlos sein sollen, wenn man aber Pech hat, trifft man die großen um die 5 Meter langen Salties (Salzwasserkrokodile). Diese Genossen sind tendenziell aggressiv und hungrig.  An Land hüpfen große Kröten rum, die allerdings eingeschleppt wurden. Auch die sind giftig, aber zumindest scheu. Die obligatorischen Schlangen krauchen auch rum, verstecken sich aber gut – man findet sie extrem selten.
Der Mensch hat sich trotzdem gut in diese Umgebung integriert, Darwin hat ne fette „Weggeh-Meile“, herrliche Sonnenuntergänge die man in einem die vielen netten Kneipen in den unzähligen Buchten genießen kann und natürlich eine vibrierende Backpacker Szene. Unangenehm fällt auf, dass alles teurer ist als anderswo.
Am Sonntag fliege ich für viel zu viel Geld zurück nach Sydney, werde dort das unweihnachtlichste Weihnachten feiern und dann meinen geliebten Bruder in Empfang nehmen. Bevor ich aber fliege, stelle ich einen weiteren Eintrag rein, in dem ich dann ein wenig über Litchfield erzähle und ein paar passende Bilder hinzufüge. Bis dahin gibt es diese hier:
Galerie

Seit Anfang Dezember ist Sommer in Australien. Sommer bedeutet Regen – zumindest im Norden des Landes, der in den Tropen liegt. Trotz des nicht so freundlichen Monsunklimas wollte ich den Norden, sprich Darwin und umliegende Nationalparks sehen. Ich habe es nach Darwin geschafft, allerdings habe ich sowohl Auto als auch Christian zurück gelassen. Nach dem der Albtraum vom ständigen Anrufen in der Werkstatt, vom dauernden vertröstet werden von der Werkstatt und vom immer höher werden Reparaturpreis zu Ende schien, fing er eigentlich erst an:

„Nur der Computer im Auto muss noch zurückgesetzt werden, dann rollt er wieder“ waren die Worte, die mir der wortkarge Werkstattmeister entgegen brachte. 2 Tage nach diesem informativen Gespräch sollte das Auto zum Abholen bereit stehen – das tat es NATÜRLICH nicht. Ganz im Gegenteil. Auf die Nachfrage, wie lange es denn nun noch dauern würde und dem Hinweis, dass ich gern in 2 Tagen nach Drwin aufbrechen würde, vermittelte dieser immer unsympathischer werdende Typ, dass die „andere Werkstatt“ zur Zeit sehr beschäftigt ist und er nun warten müsse. „As soon as possible“ war die genauste Zeitangabe, die er machte. Völlig angesäuert ließ ich mir die Adresse und Nummer von „der anderen Werkstatt“ geben um dort selbst Druck zu machen. Dort angekommen meinte der alte Mann, der der Chef zu sein schien, dass er zu viel zu tun hätte und auch bald in den Weihnachtsurlaub geht. Möglicherweise könnte er das Auto nicht mehr in diesem Jahr (seine Miene meinte wahrscheinlich „nicht mehr in diesem Leben“) reparieren. Gegenüber wäre noch eine Werkstatt, die das auch machen könnte.

Kurzum: Ich habe diese andere Werkstatt an meine Ursprüngliche vermittelt, sodass das Auto letztlich in zwei weiteren Tagen „fertig“ gestellt wurde.

Gott sei Dank habe ich beim Abholen darauf bestanden, vorher eine Probefahrt zu machen. Nun erreichte der Albtrum seinen traurigen Höhenpunkt: Das Auto sah aus wie Sch****, es fuhr sich wie ein 2 PS Moped und war so laut wie ein 2000 PS Truck. Entrüstet brachten wir das verdreckte, nicht rund laufende Auto zu dem mittlerweile verhassten Werkstatt Typen zurück. Kurzzeitig überlegte ich das Auto einfach dort zu lassen, sprich die Reparatur, die immerhin stolze 1700 Dollar kostete, nicht bezahlen zu müssen und das Ganze als Kollateralschaden abzuhacken.

Nach 4 Stunden Rumgeschraube und dem Wechsel der Zündkerzen fuhr sich unser Schlitten aber wieder fabelhaft und wir zahlten.

Meine Mitfahrer waren mittlerweile abgesprungen und ich hatte ein Angebot von zwei Mädels mit ihnen nach Darwin zu fahren. Also habe ich am nächsten Morgen meine Tasche gepackt und bin zum „Top End“ aufgebrochen:

4 Leute waren wir in dem alten hässlichen Holden, was in Australien das Pendant zu Opel ist. „Chef“ der Reise war Anna, eine fließend englisch sprechende Holländerin. Dabei war dazu die Barbara, eine Französin mit alternativer bis lottrich-riechender Kleidung und einem nicht existenten englischen Wortschatz und zu guter Letzt der Horace, ein Taiwanese der wahrscheinlich auf Grund seiner fehlenden Lust zu sprechen auch noch nach knapp 2 Jahren Australien einen derart fiesen Akzent hat, dass man tausend mal nachfragen muss um ihn zu verstehen.

Auf Grund dieser Umstände waren die Unterhaltungen im Auto rar, wurden aber besser als ich mit mit Anna warm wurde.

Die 1500 km lange Fahrt war trotzdem spannend. Es ist faszinierend zu beobachten, wie sich die Vegetation ändert. Raus aus der ewig trockenen heißen Wüste werden die Gräser und Bäume höher und immer grüner. Erst sieht man kleine Bäche, dann werden es reißende Flüsse bis hin zu überschwemmten Feldern und so viel Wasser wie das Auge reicht. Die erste als solche zu bezeichnende Stadt erreicht man nach rund 1000 km, nach dem man die Devils Marbles (faszinierend geformte Felsbrocken aus Granit) und das weltberühmte Daly Waters (hier hat Stuart bei seiner Durchquerung Australines Wasser gefunden) passiert hat. Die Stadt heisst Katherine, ist voller Ureinwohner und hat nicht viel zu bieten, außer ein Woolworths um die Lebensmittel wieder aufzufüllen.

Die Katherine Gorge, eine Wasserfelsschlucht nahe der Stadt ist allerdings ein Hingucker. Dort haben wir eine Kanutour gemacht.

Am nächsten Tag haben wir endlich Darwin erreicht, nachdem wir vergebens versucht haben in den Litchfield Nationalpark zu fahren. Nicht nur wir, sondern auch die Regenzeit ist in Darwin angekommen. Zwei Tage vor unserer Ankunft hat hier ein übler Sturm gewütet und ordentliche Andenken hinterlassen.

Darwin ist ein nettes Städtchen, hat einen großen Hafen, und viele deprimierende Strände, die jedoch wunderschön aussehen. Deprimierend sind sie deswegen, weil man nicht schwimmen gehen kann. Wenn man nach einer gefährlichen Stadt in diesem gefährlichen Land sucht, dann ist Darwin die richtige Adresse. Ins Meer kann man vor allem in der Regenzeit nicht gehen, da dort die Box Jellyfish warten. Die als Würfelquallen bekannten Tiere sollen die giftigsten Tiere der Welt sein. Das Gift, was von den Tentakeln abgesondert wird kann einen Menschen innerhalb weniger Minuten töten. Der Schmerz bei Berührung der Qualle wird als unsagbar grauenhaft beschrieben. Nun könnte man denken, dass man wenn schon nicht ins Meer, dann wenigstens in einen See und Fluss springen kann. Nichts da: Dort warten wenn man Glück hat Süßwasserkrokodile, die wohl harmlos sein sollen, wenn man aber Pech hat, trifft man die großen um die 5 Meter langen Salties (Salzwasserkrokodile). Diese Genossen sind tendenziell aggressiv und hungrig.  An Land hüpfen große Kröten rum, die allerdings eingeschleppt wurden. Auch die sind giftig, aber zumindest scheu. Die obligatorischen Schlangen krauchen auch rum, verstecken sich aber gut – man findet sie extrem selten.

Der Mensch hat sich trotzdem gut in diese Umgebung integriert, Darwin hat ne fette „Weggeh-Meile“, herrliche Sonnenuntergänge die man in einem die vielen netten Kneipen in den unzähligen Buchten genießen kann und natürlich eine vibrierende Backpacker Szene. Unangenehm fällt auf, dass alles teurer ist als anderswo.

Am Sonntag fliege ich für viel zu viel Geld zurück nach Sydney, werde dort das unweihnachtlichste Weihnachten feiern und dann meinen geliebten Bruder in Empfang nehmen. Bevor ich aber fliege, stelle ich einen weiteren Eintrag rein, in dem ich dann ein wenig über Litchfield erzähle und ein paar passende Bilder hinzufüge. Bis dahin gibt es diese hier:

Heute ist der 18 Dezember, es müsste also kurz vor dem vierten Advent sein, oder? An dieser Stelle schonmal fröhliche Weihnachten. Es ist 20 Uhr, 35 Grad, Schwül. Ich fühle mich nicht ein kleines bischen wie Weihnachten.


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3

Dez

2009

Alice News

By richy. Posted in Allgemein | 4 Comments »

Wie man hier wohnen kann verstehe ich nicht. Wie muss es sein, wenn man mal in eine andere Stadt fahren will am Wochenende? Die erste als solche zu bezeichnende Stadt ist 1600 km weg. Und Alice Springs hat nicht viel zu bieten. Klar gibt es Kino, ein Casino, zwei Supermärkte und sogar eine Schwimmhalle mit Olympiamßen, aber trotzdem?!

Wie auch immer, ich bin nun 6 Wochen hier und finde es schon jetzt langweilig. Selbst im Job wird es, ok, nicht langweilig, aber doch ruhiger. Denn die Saison ist hier der Winter, nicht der Sommer. Der Sommer ist einfach unerträglich. Die Sonne ballert hier so erbarmungslos und Wolken + Regen scheinen  einfach nicht zu existieren. Seit 3 Tagen ist Sommer.

Deswegen soll es nun nächste Woche endlich weiter gehen, dorthin wo es genauso heiß, dafür aber noch schwüler ist als hier, nach Darwin. Christian kommt nicht mit, er meint, er will hier noch weiter arbeiten und Geld verdienen. Für mich etwas schade, ich muss trotzdem hier weg, denn den Norden will ich nun schon noch sehen, wenn mir der Westen schon komplett verwehrt bleibt.

Wir werden uns dann auf halben Weg treffen um zusammen nach Sydney zu fahren, oder uns gleich in Sydney treffen. Mal sehen. Die Fahrt von Darwin nach Sydney wird hart – 4000 km mitten durchs Land durch, für diese Strecke und einen Tag Zwischenstopp in Scone, wo ich direkt durch komme, sind 5 Tage eingeplant. 1000 am Tag müssen drin sein um pünktlich zu Weihnachten am Bondi Beach in Sydney mit all den anderen Reisenden, die dort versuchen das unweihnachtlichste Weihnachten ihres Lebens zu verbringen, zu sein.

Auch hier in Alice Springs ist die Weihnachtszeit nun am Start. Irgendwie kommt es einem lächerlich vor in der Kaufhalle einen Adventskalender mit Türchen und Schoki kaufen zu können, der dann draußen bei 45 Grad inerhalb von 5 Minuten eh nur noch Schokosoße mit Pappe ist.

Wie auch immer.

Genau wie heute habe ich morgen nochmal frei, leider ist nicht mehr so viel zu tun und ich kann nur noch 5 Tage die Woche 9 Stunden arbeiten gehen. Nächsten Mittwoch solls dann losgehen, mit wem weiß ich noch nicht. Auf meine Anzeige haben schon ein paar Leute reagiert, wahrscheinlich deswegen, weil sie so formschön im Partyhostel hängt. Und diese Anzeige stell ich jetzt mal rein, wenns schon diesmal keine Bilder gibt.

Also Freunde der guten Blogunterhaltung, wir “sehen” uns dann @ the top end :-)


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18

Nov

2009

Das Leben in der Wüste

By richy. Posted in Allgemein | 3 Comments »

Das wir gerade nicht reisen merkt man wahrscheinlich vor allem daran, dass die Häufigkeit der Veröffentlichungen auf meiner Seite nachlässt. Der Grund ist einfach, es gibt nicht viel zu erzählen, denn wie ich bereits in Scone festgestellt habe, gibt es auch in Australien den Alltag.

Dieser Alltag ist hier verdammt schnell erzählt. Morgens um 6:45 klingelt der Wecker, um 7:05 dann zum dritten Mal, für mich das Zeichen nun auch wirklich aufstehen zu müssen. Dann gehts in die Küche, die ich direkt durch meine Zimmertür erreiche. Dann genieße ich das Free Breakfast des Hostels, schaufel mir also ein paar Cornflakes mit Zucker und kalter Milch rein, trinke einen Kaffee und laufe dann den 10 Fußminuten langen Weg zur Arbeit.

Dort verbringe ich den ganzen Tag. Es gibt zwei Arbeitsstellen, eine in der Stadt, eine am Flughafen, die beide die gleiche anstrengende Arbeit bereit halten: Autos waschen, Öl prüfen, Reifendruck prüfen, Bericht schreiben und zum Stellplatz bringen. Das ganze hört sich auf englisch mal wieder richtig toll an: Detailer. Dadurch, dass ich eine halbe Stunde Pause machen muss und irgendwie immer zu lange arbeite, komme ich erst 17:30 wieder raus. Unterm Strich bin ich jeden Tag ungefähr 10 Stunden mit dem Weg zur Arbeit, der Pause und dem Arbeiten beschäftigt – an 6 Tagen pro Woche, einen Tag habe ich frei.

Abends wird noch mal was gegessen, vielleicht ein Film geschaut und das war`s dann auch. Denn dann bin ich tot müde, was nicht nur mit der Arbeit sondern auch mit der unglaublichen Hitze zusammen hängt. Schon früh um 7 sind 34 Grad, tagsüber eigentlich immer über 40 – das schlaucht. Ein kühles Blondes (nur manchmal) und die Leute im Hostel, die meist auch arbeiten und schon wie ne kleine Familie geworden sind, entschädigen.

Unser Auto vegetiert noch immer in der Werkstatt, das ist auch gut so, denn dort ist es im Gegenteil zur Straße sicher. Immer wieder werden hier Scheiben eingeschlagen, immer von Aborignies, die hier alle weniger Aussies sondern eher Assis sind. Sie saufen den ganzen Tag, lungern überall rum, stinken und versuchen auf allen Wegen an Alkohol und Zigaretten zu kommen. Ersteres ist schwer, denn hier bekommt man Alkohol nur in Rationen und nur mit einem Fotonachweis.

Ein paar Bilderchen hab ich trotzdem geknipst, mein geschundenes Handy lebt noch:

Ich zumindest will noch 2 Wochen und 4 Tage arbeiten und dann weiter reisen, Christian ist damit noch nicht ganz einverstanden, da müssen wir uns noch einig werden.

Bis dahin lassen wir uns hier noch ein bisschen braten, man bedenke, dass es noch nicht mal Sommer ist, das Ende der Fahnenstange das Wetter bereffend ist noch nicht erreicht.


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4

Nov

2009

Von Bergen und Tälern

By richy. Posted in Allgemein | 2 Comments »

Alice Springs ist ja bekanntlich der Ausgangspunkt zum „Outback Adventure“, also zum Uluru (Ayers Rock), zu den MacDonnals Ranges und dem Kings Canyon. Das wohl bekannteste Outback Städchen liegt geografisch ziemlich mittig, ist also im, wie man so schön sagt „butt fuck nowhere“ Australiens. Das wird einem nicht nur deswegen klar, weil drum herum nichts als Wüste ist, sondern auch deswegen, weil es hier mehr Ur- als Kolonialeinwohner gibt. Ehrlich gesagt ist es traurig anzusehen, wie die Aborigines den ganzen Tag in der Stadt rumhängen, nichts machen und wie die, sorry, letzten Penner aussehen.

Ansonsten ist Alice Springs wie jede australische Stadt. Jede Fastfoodkette hat hier eine Filiale, es gibt die beiden Supermarktgiganten „Coles“ und „Woolworths“, ein paar Hostels und Museen ohne Ende. Hier kann man sich zum Beispiel den alten „The Ghan“ Zug angucken, der von Adelaide im Süden nach Darwin im Norden das Land durchquert. Auch sind hier die flying Doctors vetreten, eine Ärztevereinigung die alle möglichen Ziele des Outbacks anfliegt um kranken Menschen zu helfen. Man mag mich für einen Kulturbanausen halten, aber ich hab mir keines dieser Museen angeschaut, die unzähligen Touriinfos erzählen schon genug, und die Eintrittsgelder kann man auch besser verwenden um die echte Natur zu sehen.

Irgendwann haben wir Alice Springs hinter uns gelassen und haben auf dem freien Campingplatz eines Road Houses übernachtet. Und endlich konnte ich ihn sehen. Den Sternenhimmel des Outbacks, von dem mir schon so viele Leute vorgeschwärmt hatten. Ein Planetarium ist nichts dagegen, man hat das Gefühl 4 Millionen mehr Sterne zu sehen, als unter einem „gewöhnlichen“ Sternenhimmel. Atemberaubend.

Mindestens so atemberaubend war der Kings Canyon, den wir am nächsten Tag ansteuerten. Dort haben wir den langen Walk gemacht in der Hoffnung mehr zu sehen, als das „Anfangsbild“ was sich einem bietet, wenn man direkt davor auf dem Parkplatz ankommt. Das war nämlich so enttäuschend, wie es dann großartig war, als wir mitten rein spaziert sind. Der Canyon ist eine Felsschlucht mit steilen, schroffen Wänden, die für jeden Suizid Willigen ein Paradies wären. Am oberen Rand des Canyons erstreckt sich eine riesige Gesteinsebene auf der man rumklettern und einigen Tieren begegnen kann.

Eigentlich wollten wir am gleichen Tag noch zum Uluru fahren um uns dort den Sonnenuntergang anzusehen, leider ist unser Zeitplan durch eine vermeintliche Abkürzung ins Wanken geraten. Wir haben eine so genannte Gravel Road befahren, also eine ungeteerte Straße. 100 km auf so einer Straße, die eigentlich auch mit einem normalen Auto zu befahren sind, sind der reinste Horror. Die Straßenverhältnisse ändern sich alle 5 Sekunden, man wird derart durchgeschüttelt, dass man danach glaubt gerade an Epilepsie erkrankt zu sein. 3,5 Stunden haben wir für die 100 km gebraucht, was es uns unmöglich machte, den Uluru noch am gleichen Tag zu sehen. Also sind wir auf einem Camping Platz eingecheckt, der unverschämt teuer, dafür aber mit einem Steckdose ausgestattet war. Nach leckerem Kochen, Blood Diamond, dem Film und einer entspannten Nacht sind wir am nächsten Tag zum Uluru aufgebrochen. Übrigens ist der Fels mal eben 400 km von Alice Springs entfernt, man glaubt ja immer, jedenfalls ich glaubte das, dass der Rock irgendwie gleich nebenan ist.

25 Dollar wollen diese Kapitalisten Eintritt zu diesem Nationalpark haben – pro Person. Nö, nicht mit uns, wir haben schon viel zu viel Kohle in den Campingplatz gesteckt, also hat sich unser Christian in den Kofferraum gequetscht und war nachdem ich ihn mit Handtüchern, Jeans und Waschtaschen zugedeckt habe für die Kassiererin am Eingang des Nationalparks nicht mehr sichtbar. 25 Dollar ärmer und ne halbe Stunde später stand der Klotz dann direkt vor uns. Wieder haben wir uns für den langen Walk entschieden, 11 km einmal drum rum. Was soll ich sagen, es lässt sich nur schwer sowohl mit Worten, als auch mit Bildern beschreiben, wie der Uluru wirkt. Letzteres ist vor allem dadurch begründet, dass man fast nirgens fotografieren darf, wegen heiliger Städte und so. Nachdem Walk haben wir nun endlich den Sunset gesehen und uns dann auch schon wieder vom berühmten Berg verabschiedet.

Zurück in Alice Springs haben wir noch eingekauft und wollten dann nun nach Darwin aufbrechen. Was dann passiert ist, ist ja nun bekannt (vorvorhergehender Eintrag).
Ich sags gleich:  Die Bilder sind mäßig, sie dienen auch eher unserer Erinnerung, wer Hochglanzbilder vom Berg sehen will, der googelt am Besten ;-) .

Nun sind wir schon fast 1,5 Wochen in Alice Springs, das Auto ist noch immer in der Werkstatt und wir leben in einem sehr schönen Hostel, nah an der Stadt mit sau schnellem Internet (es ist also doch möglich). Nach guten 30 Bewerbungen und tagelangem “durch-die-Stadt-gerenne” haben wir nun beide einen Job gefunden. Autos waschen. 20 Dollar gibts pro Stunde, 8-9 Stunden am Tag, wahrscheinlich 6 Tage die Woche.

Wir werden also nun 5-6 Wochen hier bleiben und ein bisschen Kohle machen. Was dann wird, bleibt abzuwarten :-)


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30

Okt

2009

Nichts als Nichts

By richy. Posted in Allgemein | 1 Comment »
Nichts als Nichts
Ok.
Nichts ist nicht richtig,
das Wort ist hier nichtig.
Es kommt darauf an,
wie man „Nichts“ definieren kann.
Es scheint so tot,
Doch es ist so lebendig
Alles ist rot
Und so unendlich
Es ist so schön auf seine eigene Weise
Es ist so gewaltig und doch so Leise
Es bietet so wenig und doch so viel
Das Outback Australiens war unser Ziel.
Bevor ich jetzt aber weiter philosophiere bzw. „poetisiere“, fange ich den Blog Post so an, wie man ihn anfangen sollte, nämlich am Anfang, oder auch am Ende des letzten Eintrags.
Als wir in Cairns aufbrachen um die 2500 km Nach Darwin möglichst schnell hinter uns zu bringen, ahnten wir noch nicht, dass wir 2 Tage später im roten Zentrum Australiens, in Alice Springs sein würden. Wie für uns typisch sind wir wieder viel zu spät raus aus Cairns und haben an dem Tag, oder besser Abend nur 200 km geschafft und haben in Ravenshoe, Queenslands höchst gelegenes Städtchen, übernachtet. Der nächste Tag sollte dazu dienen, richtig Kilometer zu schaffen.
In Normanton wollten wir tanken, konnten das aber nicht, weil alle Tankstellen schon vor ihrem eigentlichen Schließen zu hatten. Wir hingen fest und mussten es uns dort gemütlich machen. Gar nicht leicht, denn die Police teilte uns mit, dass es recht gefährlich wäre „in town“ zu übernachten. Die Australier haben große Probleme mit ihren Ureinwohnern, die meist nur wenig integriert, dafür aber viel besoffen sind. Aborigines gehen nur selten arbeiten, sie bekommen Geld vom Staat was offensichtlich nicht für den „Stoff“ aller Art reicht. Deswegen ist die Beschaffungskriminalität auch in eigentlich kleinen unscheinbaren Gemeinden mitten im Nirgendwo ziemlich hoch.
Schließlich hat uns Freund und Helfer an eine sichere Stelle geleitet an der wir bis zur Öffnung der Tankstelle warten (schlafen) konnten. Sowohl Hugo als auch wir waren voll getankt und konnten nun endlich den Superfahrtag starten. Unser erster Halt sollte „Mt Isa“ sein, denn das war in der Karte als größere Stadt eingezeichnet. War es auch. Ich sollte vielleicht dazu sagen, dass diese Stadt im Umkreis von rund 1000 km die einzige Stadt mit einem vernünftigen Supermarkt und mehr als einer Tankstelle ist. Von dort aus ging es weiter Richtung Stuart Highway, der Straße, die Australiens Süden mit dem äußersten Norden verbindet und straight durch die Mitte des Kontinents verläuft. Irgendwann haben wir den Highway erreicht, nach 1150 km Autofahrt an diesem einen Tag.
Nun waren wir nur noch knapp 1000 km von unserem Ziel Darwin entfernt als wir mitbekamen, dass es, wenn man den Stuart Highway nicht hoch nach Darwin, sondern in die gegengesetzte Richtung fährt, nur noch lächerliche 500 km nach Alice Springs, dem Ausgangspunkt zum Ayers Rock und dem Kings Canyon, sind. Nach einer Nacht drüber schlafen und ein bisschen hin und her Gerechne und Überlege, sind wir zum Schluss gekommen, dass wir wohl nie wieder so nah am Zentrum Australiens sein werden und sind statt 1000 km hoch 500 km runter gefahren. Die Fahrt war wie auch die am Vortag schon, fantastisch. Nicht nur, weil wir einen amerikanischen und sehr unterhaltsamen Anhalter mitgenommen haben, sondern weil wir endlich, nach 9 Monaten Australien weg von der Ostküste ins Outback gefahren sind. Eigentlich ist das Outback langweilig, zumindest auf den ersten Blick, aber genau das ist auch das Aufregende. Diese unendliche Leere, die ewig geraden Straßen, die teilweise dunkelrote Erde, der sich mächtig über einem erhebende Himmel, der so gestochen blau wie die Erde rot ist, die Einsamkeit, die vielleicht alle 2 Stunden mal durch einen Roadtrain gestört wird, das alles macht die Faszination an diesem Stück Erde aus. Am Straßenrand stehen tausende Termitenhügel die aussehen wir die Hüte eines Clowns. Es gibt manchmal auch niedrige Bäume, die meist ziemlich verkümmert und traurig auf dem Feld rumstehen als würden sie sich langweilen. Die Straße wird manchmal ganz unvermittelt einspurig, wenn ein anderes Auto entgegen kommt, muss man auf ein Teilstück Schotter ausweichen und dabei aufpassen, dass man nicht über eine der zahlreichen Känguruleichen fährt. Die Kängurus sind eine Sache für sich. Diese süßen Tierchen fühlen sich nämlich von Licht angezogen und springen deswegen wahnsinnig gern auf die Straße bei Nacht. Deswegen wird immer wieder strengstens abgeraten nachts zu fahren. An unserem 1150 km Tag haben wir die Nachtstunden beim Autofahren direkt hinter einem Road Train verbracht, der war erstens unser Känguruschutzschild und zweitens der Windschattengeber.
Was uns in Alice Springs erwartet hat, ob der Ayers Rock wirklich so toll ist, wie alle Pauschaltouristen behaupten, und ob der Kings Canyon an den großen Bruder Grand Canyon in den Staaten ran reicht, gibt’s im zweiten Teil zu lesen. Bis dahin ein paar Bilder vom Trip von Cairns nach Alice Springs ?

OK!

Nichts ist nicht richtig,
das Wort ist hier nichtig.
Es kommt darauf an,
wie man „Nichts“ definieren kann.

Es scheint so tot,
Doch es ist so lebendig.
Alles ist rot,
Und so unendlich

Es ist so schön auf seine eigene Weise
Es ist so gewaltig und doch so Leise
Es bietet so wenig und doch so viel
Das Outback Australiens war unser Ziel.

Bevor ich jetzt aber weiter philosophiere bzw. „poetisiere“, fange ich den Blog Post so an, wie man ihn anfangen sollte, nämlich am Anfang, oder auch am Ende des letzten Eintrags.

Als wir in Cairns aufbrachen um die 2500 km Nach Darwin möglichst schnell hinter uns zu bringen, ahnten wir noch nicht, dass wir 2 Tage später im roten Zentrum Australiens, in Alice Springs sein würden. Wie für uns typisch sind wir wieder viel zu spät raus aus Cairns und haben an dem Tag, oder besser Abend nur 200 km geschafft und haben in Ravenshoe, Queenslands höchst gelegenes Städtchen, übernachtet. Der nächste Tag sollte dazu dienen, richtig Kilometer zu schaffen.

In Normanton wollten wir tanken, konnten das aber nicht, weil alle Tankstellen schon vor ihrem eigentlichen Schließen zu hatten. Wir hingen fest und mussten es uns dort gemütlich machen. Gar nicht leicht, denn die Police teilte uns mit, dass es recht gefährlich wäre „in town“ zu übernachten. Die Australier haben große Probleme mit ihren Ureinwohnern, die meist nur wenig integriert, dafür aber viel besoffen sind. Aborigines gehen nur selten arbeiten, sie bekommen Geld vom Staat was offensichtlich nicht für den „Stoff“ aller Art reicht. Deswegen ist die Beschaffungskriminalität auch in eigentlich kleinen unscheinbaren Gemeinden mitten im Nirgendwo ziemlich hoch.

Schließlich hat uns Freund und Helfer an eine sichere Stelle geleitet an der wir bis zur Öffnung der Tankstelle warten (schlafen) konnten. Sowohl Hugo als auch wir waren voll getankt und konnten nun endlich den Superfahrtag starten. Unser erster Halt sollte „Mt Isa“ sein, denn das war in der Karte als größere Stadt eingezeichnet. War es auch. Ich sollte vielleicht dazu sagen, dass diese Stadt im Umkreis von rund 1000 km die einzige Stadt mit einem vernünftigen Supermarkt und mehr als einer Tankstelle ist. Von dort aus ging es weiter Richtung Stuart Highway, der Straße, die Australiens Süden mit dem äußersten Norden verbindet und straight durch die Mitte des Kontinents verläuft. Irgendwann haben wir den Highway erreicht, nach 1150 km Autofahrt an diesem einen Tag.

Nun waren wir nur noch knapp 1000 km von unserem Ziel Darwin entfernt als wir mitbekamen, dass es, wenn man den Stuart Highway nicht hoch nach Darwin, sondern in die gegengesetzte Richtung fährt, nur noch lächerliche 500 km nach Alice Springs, dem Ausgangspunkt zum Ayers Rock und dem Kings Canyon, sind. Nach einer Nacht drüber schlafen und ein bisschen hin und her Gerechne und Überlege, sind wir zum Schluss gekommen, dass wir wohl nie wieder so nah am Zentrum Australiens sein werden und sind statt 1000 km hoch 500 km runter gefahren. Die Fahrt war wie auch die am Vortag schon, fantastisch. Nicht nur, weil wir einen amerikanischen und sehr unterhaltsamen Anhalter mitgenommen haben, sondern weil wir endlich, nach 9 Monaten Australien weg von der Ostküste ins Outback gefahren sind. Eigentlich ist das Outback langweilig, zumindest auf den ersten Blick, aber genau das ist auch das Aufregende. Diese unendliche Leere, die ewig geraden Straßen, die teilweise dunkelrote Erde, der sich mächtig über einem erhebende Himmel, der so gestochen blau wie die Erde rot ist, die Einsamkeit, die vielleicht alle 2 Stunden mal durch einen Roadtrain gestört wird, das alles macht die Faszination an diesem Stück Erde aus. Am Straßenrand stehen tausende Termitenhügel die aussehen wir die Hüte eines Clowns. Es gibt manchmal auch niedrige Bäume, die meist ziemlich verkümmert und traurig auf dem Feld rumstehen als würden sie sich langweilen. Die Straße wird manchmal ganz unvermittelt einspurig, wenn ein anderes Auto entgegen kommt, muss man auf ein Teilstück Schotter ausweichen und dabei aufpassen, dass man nicht über eine der zahlreichen Känguruleichen fährt. Die Kängurus sind eine Sache für sich. Diese süßen Tierchen fühlen sich nämlich von Licht angezogen und springen deswegen wahnsinnig gern auf die Straße bei Nacht. Deswegen wird immer wieder strengstens abgeraten nachts zu fahren. An unserem 1150 km Tag haben wir die Nachtstunden beim Autofahren direkt hinter einem Road Train verbracht, der war erstens unser Känguruschutzschild und zweitens der Windschattengeber.

Was uns in Alice Springs erwartet hat, ob der Ayers Rock wirklich so toll ist, wie alle Pauschaltouristen behaupten, und ob der Kings Canyon an den großen Bruder Grand Canyon in den Staaten ran reicht, gibt’s im zweiten Teil zu lesen. Bis dahin ein paar Bilder vom Trip von Cairns nach Alice Springs


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